US-Studie: NFL-Radiopublikum schlägt das Fernsehen beim Engagement

Eine Westwood-One-Untersuchung zeigt: AM/FM-Hörer bewerten ihre NFL-Begeisterung höher als Zuschauer, und 39 % schalten den Fernsehton ab, um die Radioreportage zu hören.

Wer in dieser American-Football-Saison nur Fernsehen bucht, lässt etwas liegen – so das Fazit der Cumulus Media/Westwood One Audio Active Group, die aktuelle Daten ausgewertet hat. Grundlage sind eine von Westwood One beauftragte Quantilope-Befragung unter 750 Erwachsenen im Februar, eine ergänzende Studie vom Juni 2026 sowie Daten aus 2026 Winter MRI-Simmons USA.

Radiohörer bewerteten ihre Begeisterung für die NFL-Saison 2025 mit 8,5 von 10 Punkten, Videozuschauer mit 7,9. Sechzig Prozent des Audiopublikums vergaben eine Neun oder Zehn, beim Videopublikum waren es 46 Prozent – und 39 Prozent der Westwood-One-Hörer gaben an, den Fernsehton abgeschaltet zu haben, um stattdessen die Radioreportage zu hören.

Empfänglich – und pro Hörer mehr wert

Der schärfere Teil der Studie sind die Werbezahlen. AM/FM-Hörer waren mit 92 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit als Fernsehzuschauer „super influential“ Konsumenten – quer über Kategorien von Automobil über Kaffee bis Finanzen. Siebenundzwanzig Prozent sagten, Radiowerbung liefere ihnen nützliche Hinweise auf gute Angebote; über Fernsehwerbung sagten das 8 Prozent.

Auch Sportwetten korrelierten deutlich mit Audio: AM/FM-Hörer der Sonntags-, Montags- und Donnerstagabendspiele erreichten einen Index von 360 gegenüber einem Bevölkerungsdurchschnitt von 100; Fernsehzuschauer derselben Spiele kamen auf 213.

Und das Publikum ist weit weniger „terrestrisch“, als die Bezeichnung nahelegt. Streaming- und Satellitennutzung übertrafen das klassische AM/FM-Hören im Verhältnis drei zu eins, und 59 Prozent aller NFL-Fans hörten in der Saison 2025 zumindest Teile der Radioübertragungen – über AM/FM, die NFL-App, SiriusXM, smarte Lautsprecher und die eigene App von Westwood One.

Warum das Vermarkter angeht

Solche Studien werden von dem Medium beauftragt, das sie loben, und sollten entsprechend gelesen werden. Der strukturelle Befund trägt jedoch für sich: Audio erreicht dasselbe Ereignis über fünf Verbreitungswege gleichzeitig – und ein Publikum, das messbar eher handelt, wenn es etwas hört.

Das zu verkaufen heißt, es als ein Produkt zu bündeln statt als fünf Positionen – und das ist ein Systemthema, lange bevor es ein Vertriebsthema wird.

Quelle: Radio Ink.

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