Glossar

Programmatic TV

Programmatic TV heißt: Werbeinventar über ein System nach definierten Regeln kaufen, statt über Verhandlung, E-Mail und Telefon. Das Wort kommt aus dem Digitalen, im Fernsehen bedeutet es etwas anderes.

Der Unterschied zum digitalen Programmatic

Online ist Programmatic eine Auktion um eine einzelne Einblendung für eine einzelne Person, entschieden in Millisekunden. Im Fernsehen teilen sich alle Zuschauer dieselbe Einblendung, und man kann nicht Zuschauer für Zuschauer bieten. «Programmatic TV» meint deshalb die Automatisierung des Einkaufsprozesses, nicht die Versteigerung eines Kontakts: die Anfrage der Agentur landet nach den Regeln des Systems im Sendeschema, mit Konfliktprüfung und ohne manuelle Freigabe.

Was dabei tatsächlich automatisiert wird

  • Der Zugang zum Inventar: Werbeplätze, Preise und Verfügbarkeit sind online sichtbar statt auf Anfrage als Datei
  • Das Einbuchen in das Sendeschema, mit automatischer Prüfung auf Überschneidungen und Doppelverkäufe
  • Preislisten, Rabatte und Sonderkonditionen als Regeln des Systems statt als Absprachen
  • Ausschreibungen, in denen jedes Gebot und jede Entscheidung protokolliert wird

Was das für einen Sender ändert

Transparentes Inventar ist ein Vertriebskanal, kein Zugeständnis an den Käufer. Wenn eine Agentur selbst buchen kann, erreichen Käufer die Werbezeit, die vorher nie so weit kamen: im Fall NTRC Usbekistan brachte die Öffnung des Inventars über 120 neue Werbetreibende im ersten Jahr und +47 % Auslastung.

Wie das in OpenMediaLogic funktioniert, steht auf der Seite Funktionen; das vollständige Szenario für einen staatlichen Sender im selben Fall.