Glossar

wGRP — der gewichtete Punkt und sein Unterschied zum GRP

wGRP (weighted GRP) ist der auf eine Basis-Spotlänge normierte und um die Belegungsbedingungen korrigierte GRP. Zusagen im Vertrag stehen meist in wGRP.

Warum gewichtet wird

Ein Fünf-Sekunden-Spot und ein Fünfundvierzig-Sekunden-Spot im selben Werbeblock sammeln denselben rohen Punktwert: der Block hat ein Publikum. Sie belegen aber unterschiedlich viel Sendezeit und kosten unterschiedlich. Die Gewichtung bringt beide auf eine gemeinsame Einheit.

Wie es gerechnet wird

Als Basis dient ein Spot in Standardlänge — auf den meisten Märkten 30 Sekunden, sein Koeffizient ist eins. Andere Längen erhalten einen Koeffizienten relativ zur Basis, und die Reichweite der Ausstrahlung wird damit multipliziert:

wGRP = GRP × Längenkoeffizient × Positionskoeffizient

Der zweite Faktor taucht dort auf, wo der Sender die Position im Block bepreist: erste und letzte Position fallen mehr auf als die Mitte, und auch das wird zu einem Koeffizienten. Die konkreten Werte gehören dem Sender — sie sind Teil der Preisliste, keine allgemeingültige Konstante.

Warum das in der Praxis zählt

Steht im Vertrag die eine Größe und rechnet der Report die andere, ist ein Streit über die Erfüllung der Zusage sicher. Ob das Kampagnenziel in GRP oder in wGRP fixiert ist, prüft man besser vor der ersten Ausstrahlung als danach.

In OpenMediaLogic sind die Koeffizienten des Senders im System hinterlegt, sodass Plan und Post-Buy nach denselben Regeln gerechnet werden.