GRP — was das ist und wie es gerechnet wird
GRP (Gross Rating Point) ist die Summe der Reichweiten aller Ausstrahlungen eines Spots über eine Kampagne hinweg, ausgedrückt in Prozent der Zielgruppe. Ein GRP heißt: ein Prozent der Zielgruppe hat eine Ausstrahlung gesehen.
Wie es gerechnet wird
Die Reichweite einer einzelnen Ausstrahlung ist der Anteil der Zielgruppe, der in diesem Moment den Sender sah. Der GRP einer Kampagne ist die Summe der Reichweiten all ihrer Ausstrahlungen. Daraus ergibt sich dieselbe Größe in einer zweiten Schreibweise: GRP = Reichweite × durchschnittliche Kontaktfrequenz.
Deshalb übersteigt GRP mühelos 100: vierzig Ausstrahlungen zu je 5 Punkten ergeben 200 GRP, und das bedeutet nicht, dass jeder im Land den Spot zweimal gesehen hat — es bedeutet, dass sich doppelt so viele Kontakte summiert haben, wie die Zielgruppe groß ist.
Was GRP nicht sagt
Die Nettoreichweite. Zweihundert GRP lassen sich auch erreichen, indem man einen Spot zehn Prozent der Zielgruppe zwanzigmal zeigt — und kauft damit Verdruss statt Bekanntheit. Deshalb liest man GRP immer zusammen mit Reichweite und Frequenz, nie an ihrer Stelle.
Wozu er dient
GRP ist die gemeinsame Währung des TV-Markts: Kampagnenziele werden darin formuliert, Inventar wird darin verkauft. Aus ihm leitet sich CPP ab — der Preis eines Punkts, auf dessen Basis Sender und Werbeblöcke verglichen werden. In der Praxis verkauft wird meist nicht der rohe GRP, sondern der auf eine Basislänge normierte wGRP.
In OpenMediaLogic wird GRP während des Planens gerechnet, auf Ihren Preislisten und Ihren Koeffizienten, und nach der Kampagne wird das Ist im Post-Buy gegen den Plan geprüft.